Ein 25-Jähriger griff vergangenen Mittwoch einen Polizeibeamten am Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld an, nachdem er zuvor von einem Kundenbetreuer des RE7 von der Weiterfahrt ausgeschlossen wurde. Gegen 18:40 Uhr nutze der 25-jährige Sudaner den RE7 von Wünsdorf-Waldstadt nach Dessau ohne Fahrausweis. Da sich der Mann bei der Fahrausweiskontrolle weigerte, den erforderlichen Fahrpreis zu entrichten, durfte er seine Fahrt nicht weiter antreten.

Ein im Zug befindlicher Polizeibeamter unterstützte den Kundenbetreuer bei der Durchsetzung des Fahrausschlusses und begleitete den 25-Jährigen auf den Bahnsteig. Der Sudaner entnahm daraufhin eine leere Bierflasche aus seinem Rucksack und warf diese nach dem Polizeibeamten, ohne ihn dabei zu treffen. Als der Angreifer eine Bierdose auf den Polizisten werfen wollte, setzte dieser sein Pfefferspray gegen den 25-Jährigen ein.

Ermittlungen im vollen Gange

Alarmierte Bundespolizisten nahmen den Sudaner kurz darauf fest. Dabei versuchte er unter anderem die Beamten und einen Diensthund zu treten. Darüber hinaus spuckte der 25-Jährige während der vorläufigen Festnahme um sich. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, Widerstandes und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gegen den alkoholisierten Sudaner ein. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,24 Promille. Nachdem sich der 25-Jährige wieder beruhigt hatte, entließen ihn die Beamten knapp fünf Stunden später aus der Dienststelle.