Kassel-Rothenditmold: Am Freitag, dem 15. März, brachen bislang unbekannte Täter in der Angersbachstraße in Kassel in einen Pkw ein und erbeuteten dabei drei Schusswaffen. Bei den bisherigen Ermittlungen der mit dem Fall betrauten Beamten der Operativen Einheit der Kasseler Polizei haben sich keine Hinweise auf die Täter, nun jedoch auf zwei mögliche Zeugen ergeben.

Zur Tatzeit wurden im Bereich des Tatorts zwei Männer beobachtet, die dort offenbar einen Hund ausführten. Möglicherweise haben sie Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Auto-Aufbruch gemacht und können weitere Hinweise geben. Die Ermittler erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls, dass sich diese beiden möglichen Zeugen oder andere Zeugen, die Hinweise zur Tat oder auf den Verbleib der gestohlenen Waffen geben können, bei der Polizei melden.

Wie der Opfer des Diebstahls gewordene 28-Jährige aus dem Landkreis Kassel, ein Mitglied des dort ansässigen Schützenvereins, gegenüber den an dem Freitagabend zum Tatort in der Angersbachstraße gerufenen Beamten des Polizeireviers Nord berichtet, hatte er seine drei Schusswaffen nach dem Training gegen 22:10 Uhr in einer verschlossenen olivfarbenen Waffentransporttasche zu seinem Fahrzeug gebracht und im Kofferraum deponiert. Anschließend verschloss er das Auto und ging kurz zurück zu dem Vereinsgebäude, um noch weitere persönliche Gegenstände zu holen. Bei seiner Rückkehr wenige Minuten später stellte er fest, dass die Fahrertür seines Autos aufgebrochen worden war und die Waffentransporttasche mitsamt den Waffen, die er rechtmäßig besitzt, sowie ein Laptop im Gesamtwert von ca. 5.400 Euro aus dem Fahrzeug gestohlen worden waren. Von den Tätern fehlte jede Spur. Bei den drei gestohlenen Waffen handelt es sich um ein Gewehr AR 15, Kaliber .223 Remington, eine Glock 21, Kaliber .45 ACP sowie eine Glock 19, Kaliber 9 mm. Munition hatten die Diebe bei dem Einbruch nach Angaben des 28-Jährigen nicht erbeutet. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen verliefen anschließend ohne Erfolg.